Mandat 02

Analyse statt Standardtarif

Ein Produktionsbetrieb lässt sich nicht über ein Formular abbilden. Wo Maschinen, Lieferketten und Termine voneinander abhängen, entscheidet nicht die Police über den Schaden – sondern die Frage, wie genau vorher hingesehen wurde.

Ausgangslage

Der Sachschaden ist selten das Problem.

Wenn eine Fertigungslinie ausfällt, ist der Maschinenschaden meist der kleinere Posten. Teuer wird der Stillstand: Aufträge, die nicht geliefert werden, Vertragsstrafen, abwandernde Kunden und Fixkosten, die weiterlaufen.

Genau dieser Teil ist in der Praxis am häufigsten falsch bemessen. Die Versicherungssumme der Inhaltsversicherung wird mit dem Ertragsausfall gleichgesetzt – zwei völlig verschiedene Größen. Auffällig wird das erst im Schadenfall.

Wir bewerten deshalb zuerst die Abhängigkeiten: Welche Anlage ist nicht kurzfristig ersetzbar? Welcher Zulieferer hat keine Alternative? Wie lange dauert ein Wiederanlauf realistisch? Erst daraus entsteht das Deckungskonzept.

Häufige Fragen

Was Mandanten an dieser Stelle wissen wollen.

Warum passt die Versicherungssumme selten zum Ertragsausfall?

Weil zwei unterschiedliche Größen verwechselt werden. Die Inhaltsversicherung bemisst sich am Wiederbeschaffungswert der Sachen. Der Ertragsausfall bemisst sich am entgangenen Deckungsbeitrag über die gesamte Wiederherstellungszeit – inklusive Fixkosten, die weiterlaufen. Bei langen Lieferzeiten für Spezialmaschinen liegt diese Zeit schnell bei zwölf Monaten und mehr.

Was ist eine realistische Haftzeit?

Die Haftzeit muss die tatsächliche Wiederanlaufdauer abdecken, nicht die vertraglich übliche. Maßgeblich sind Lieferzeiten für Ersatzanlagen, Genehmigungsverfahren, Wiederaufbau und die Zeit bis zur früheren Auslastung. Zwölf Monate sind bei Spezialfertigung häufig zu knapp bemessen.

Wie werden Risiken aus der Lieferkette erfasst?

Über die Frage, welcher Ausfall bei einem Zulieferer den eigenen Betrieb stillstehen ließe. Für diese Fälle gibt es Rückwirkungsdeckungen – sie greifen aber nur, wenn die betreffenden Zulieferer konkret benannt und die Abhängigkeit dokumentiert ist.

Was gilt bei Betrieb im Ausland?

Deutsche Policen decken ausländische Betriebsstätten oft nur eingeschränkt oder gar nicht. Je nach Land ist zudem eine lokale Police gesetzlich vorgeschrieben. Internationale Programme lösen das über eine Master-Police mit lokalen Verträgen – das erfordert Abstimmung, ist aber der einzige belastbare Weg.

Schwerpunkte

Woran wir arbeiten.

  1. Betriebsunterbrechung und Ertragsausfall

    Bemessung anhand realistischer Wiederanlaufzeiten statt anhand pauschaler Vorgaben.

  2. Maschinen und technische Anlagen

    Absicherung von Maschinenbruch, Elektronik und Steuerungstechnik, inklusive Folgeschäden am Produktionsablauf.

  3. Sach- und Feuerversicherung

    Bewertung von Gebäude, Anlagen und Vorräten zu tatsächlichen Wiederbeschaffungswerten.

  4. Produkthaftpflicht und Rückruf

    Erweiterte Deckungen für Ein- und Ausbaukosten sowie Rückrufkosten – bei Zulieferern regelmäßig unterschätzt.

  5. Transport und Logistik

    Waren auf dem Transportweg, Lagerrisiken, Verkehrshaftung.

  6. Internationale Programme

    Master-Police mit lokalen Verträgen, wo eine deutsche Police nicht trägt.

Unsere Arbeitsweise

Vier Schritte. Keine Abkürzungen.

  1. 01

    Analyse

    Wir verstehen Ihre Situation. Unternehmen, Vermögen, Familie, öffentliche Rolle – und wie diese Bereiche zusammenhängen.

  2. 02

    Strategie

    Wir entwickeln ein individuelles Sicherheitskonzept. Priorisiert nach dem, was existenzbedrohend wäre, nicht nach dem, was sich leicht verkaufen lässt.

  3. 03

    Umsetzung

    Wir koordinieren alle notwendigen Lösungen – auch über Versicherungen hinaus und über unser Netzwerk hinweg.

  4. 04

    Begleitung

    Wir bleiben langfristig Ihr persönlicher Ansprechpartner. Konzepte werden überprüft, wenn sich Ihre Situation ändert.

Mandantenstimmen

  • „Er ist für mich wirklich ein absoluter Experte auf seinem Gebiet und hat in unseren Unternehmen extrem viel Potenzial im Risikomanagement aufgezeigt. Und er ist auch dann für uns erreichbar, wenn man bei anderen nur noch in Callcentern landet.“

    Jens Wilke
    Jens Wilke Geschäftsführer, Wilke Unternehmensgruppe
  • „Seit vielen Jahren betreut uns Herr Brandt zu allen Themen rund um Versicherung und Absicherung. Die Mitarbeiter in unserem Haus schätzen ihn für seine außerordentlich hohe Fachkompetenz und seine Zuverlässigkeit sehr. Für uns kommt es nicht in Frage, zu einem der zahlreich vorhandenen Mitbewerber zu wechseln.“

    Thomas Vogel
    Thomas Vogel Geschäftsführer, HTS Dresden

Erstgespräch

Was würde einen Stillstand auslösen?

Wir gehen mit Ihnen die Abhängigkeiten durch, die im Ernstfall über die Dauer entscheiden – und prüfen, ob Ihre bestehende Deckung sie abbildet.